Kirche St. Marien Gaggenau wird zur Baustelle
09.04.2026 |
Anstelle von Gottesdienstbesuchern werden ab Dienstag, 21. April 2026, Bauhandwerker in der Kirche St. Marien Gaggenau Einzug halten. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit steht dabei eine grundhafte Erneuerung der Be-leuchtung in dem vor nahezu 60 Jahren seiner Bestimmung übergebenen Gotteshaus. Während der Bauphase, die voraussichtlich bis Mitte Juli andauern wird, finden die Gottesdienste und Rosenkranzgebete in der Kapelle des benachbarten Helmut-Dahringer-Quartiershauses statt. Die Ver-antwortlichen können damit nahtlos an die positiven Erfahrungen anknüpfen, die man bereits vor Jahren mit einer temporären Verlegung von Messfeiern in das Dahringer-Haus gesammelt hat.
Bei den Arbeiten in der Kirche geht es nicht nur um einen schlichten Austausch der Beleuchtungskörper. Aufgrund des Alters und des Zustandes der Elektroleitungen ist es nach fachlicher Expertise erforderlich, auch die Kabelstränge auszutauschen. Dafür wiederum muss die hölzerne Kassettendecke abgenommen werden. Angesichts der Dimension und der Höhe des Sakralbaus bedarf des dafür eines Arbeitsgerüstes. Dessen Auf- und Abbau erfordert ein gerütteltes Maß an Handarbeit, weil alle Teile durch das Hauptportal hinein und später wieder herausgetragen werden müssen. Hinzu kommt, dass der Gerüstbau auch den vorübergehenden Ausbau der Kirchenbänke erforderlich macht. Die Bänke werden während der Bauphase im Gemeindehaus zwischengelagert.
Die umfangreichen Arbeiten bedürfen daher einer präzisen Planung und Bauausführung. Zudem war es im Vorfeld erforderlich, eine Genehmigung der Denkmalbehörde und des Erzbischöflichen Bauamtes in Heidelberg einzuholen. Immerhin handelt es sich bei St. Marien um ein Bauobjekt, bei dem nicht nur die Kirche, sondern das gesamte Gebäudeensemble, zudem auch das Pfarrhaus, der Kindergarten und der Gemeindesaal zählen, unter Denkmalschutz steht.
(melu)


